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«Der Arzt ersetzt den Priester»

Soll aktive Sterbehilfe in der Schweiz legalisiert werden, um Organtransplantationen zu ermöglichen? Styroporbox für den Organtransport. Foto: Sean Gallup (Getty Images)

Immer wieder wird der Wunsch geäussert, eine Organspende nach einer Freitodbegleitung durchzuführen. In Belgien und Holland praktizieren dies Ärzte seit einigen Jahren. Wieso macht es in der Schweiz niemand?

Begegnen Sie am Unispital diesem speziellen Organspendewunsch?

Wäre ein anderes Verfahren denkbar, das eine Organspende ermöglichen würde? Ein Gerät etwa, das ein Sterbewilliger aktivieren kann und die Infusionen vornimmt?

In der Schweiz könnten auf diese Weise jährlich rund 70 potenzielle Organspender hinzukommen. Müsste das nicht jemand an die Hand nehmen und untersuchen?

Eigentlich wäre es auch unabhängig von einer Organspende wichtig, den Sterbeprozess im Rahmen einer Freitodbegleitung zu untersuchen.

Es gibt auch Sterbewillige, die äussern den extremen Wunsch, durch eine Organentnahme zu sterben.

Was steckt dahinter, wenn jemand unbedingt durch eine Operation sterben will?

Es gibt Menschen, denen ist nichts wichtiger, als zu sterben und dabei altruistisch Organe zu spenden.

Auch ohne Organspende findet in der Schweiz die Freitodbegleitung an Spitälern kaum statt. Warum ist das so?

Inwiefern überschätzt? Im Jahr 2014 starben 740 Personen auf diese Weise – das sind fast gleich viele wie durch Suizid.

Das Einstellen der Dialyse wäre als passive Sterbehilfe erlaubt.

Sehen Sie letztlich also gar keine Notwendigkeit, Freitodbegleitungen am Spital anzubieten?

legalisieren. Würden Sie dies begrüssen?

Weshalb?

Sie legen Wert darauf, Organspende und Sterbebegleitung inhaltlich zu trennen. Doch eigentlich gibt es keine klarere Situation, wie wenn der Spendewillige kurz vor dem Tod explizit eine Organspende wünscht.