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Der verschmitzte Genetiker

Paul Nurse knackte den Code der Zellteilung und erhielt dafür 2001 den Nobelpreis. Mit seinem britischen Humor ist er heute ein exzellenter Botschafter der Wissenschaft.

MeinungNik Walter, Basel
«Ich bin nicht gut bei zielorientierten Projekten», sagt Paul Nurse im Kongresszentrum Basel. Bild: Urs Jaudas
«Ich bin nicht gut bei zielorientierten Projekten», sagt Paul Nurse im Kongresszentrum Basel. Bild: Urs Jaudas

Die Krankheit, die Paul Nurse entdeckt hat, grassiert dieser Tage wieder. «Nobelitis» nennt der renommierte britische Zellbiologe das Gebrechen, an dem angeblich nur Nobelpreisträger – er selber hat den Preis 2001 erhalten – erkranken können. Laut Nurse äussern sich die Symptome einer Nobelitis dahingehend, dass man als Nobelpreisträger plötzlich zu allem befragt werde und sich dabei das Gefühl breitmache, allwissend zu sein. «Nobelpreisträger meinen, sie müssten zu allen Themen etwas sagen, auch wenn sie davon rein gar nichts verstehen», sagt er bei unserem Treffen im Rahmen des Kongresses Basel Life im September. Er selber, sagt Nurse und lacht dabei laut, versuche mit allen Mitteln, einer Nobelitis vorzubeugen.

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