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Deutlich mehr Abtreibungen wegen Downsyndrom

Neun von zehn Frauen brechen die Schwangerschaft ab, wenn pränatale Tests eine Behinderung anzeigen.

Felix Straumann
Laut Studien treiben über 90 Prozent der Frauen ab, wenn die vorgeburtliche Untersuchung eine Behinderung anzeigt. Foto: Mika/Corbis
Laut Studien treiben über 90 Prozent der Frauen ab, wenn die vorgeburtliche Untersuchung eine Behinderung anzeigt. Foto: Mika/Corbis

Es war eine gute Nachricht, die das Bundesamt für Statistik (BFS) in seinem ­Datenfundus hütete. Als die «Ostschweiz am Sonntag» im Juli die BFS-Zahlen dann publik machte, wurden viele auf dem falschen Fuss erwischt: Anders als geglaubt und oft behauptet, hat gemäss BFS die Anzahl Geburten von Kindern mit Downsyndrom (Trisomie 21) in den letzten zehn Jahren zugenommen. Und zwar offenbar deutlich, auf rund das Doppelte. Die Befürchtung, dass die ­vorgeburtliche Diagnostik und das ­gesellschaftliche Umfeld zu einem Zwang für ein gesundes Kind führen würden, scheinen sich zumindest in den letzten Jahren offenbar nicht zu bestätigen. Die «Schweiz am Sonntag» berichtete in ihrer letzten Ausgabe, dass es bei Eltern die Tendenz gebe, ein Kind mit Trisomie 21 eher zu akzeptieren als noch vor zehn Jahren.

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