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«Die Depression begleitet mich wie ein Monster»

«Ich dachte, ich müsse das alles alleine schaffen»: Dominique de Marné schwieg zehn Jahre über ihre Krankheit. Symbolbild: Getty Images

Frau de Marné, wann haben Sie gemerkt, dass Sie «nicht normal» sind?

Selbstverletzung als Lösung?

«Die wissen viel mehr, als Erwachsene denken»: Autorin Dominique de Marné klärt Schüler über psychische Krankheiten auf. Foto: Arvid Uhlig

Und dann kam bald der Alkohol dazu...

Sie sind trotzdem zur Schule gegangen, haben in einer Band gespielt – und ihre Familie hat von all dem nichts mitbekommen?

Sie haben ein gutes Abitur in München gemacht, gingen dann zu einer Work-and-Travel-Tour nach Neuseeland und begannen ein Psychologiestudium. Kaum zu glauben, dass das alles funktioniert mit einer so schweren Krankheit.

«Ich schrieb meiner Mutter eine E-Mail: Ich bin in der Psychiatrie, bitte keinen Kontakt.»

Weil es immer noch ein Stigma ist, über psychische Krankheiten zu reden?

Als Sie dann doch mit einem Freund über Ihr Problem gesprochen haben, hat er Ihnen eine Therapeutin empfohlen, die stellte die Diagnose Borderline.

Warum kamen Sie nicht früher auf die Idee, sich Hilfe zu holen? Als Psychologiestudentin hatten Sie doch Zugang zu Literatur.

«Wenn man sich öffnet, dann öffnen sich auch die anderen.»

Sie sind dann bald in eine Klinik gegangen, nach Hamburg. Und haben erst dann Ihre Familie informiert.

Was haben Sie heute für ein Verhältnis zu Ihrer Mutter?

Nach der Klinik waren Sie aber nicht geheilt.

«Zu meiner Routine gehört auch, dass ich abends drei Dinge notiere, für die ich an diesem Tag dankbar bin.»

Was hat dann geholfen?

Sie haben viel Disziplin...

Wo stehen Sie heute?

«Viele Krankheiten könnte man aufhalten, wenn man früh genug darüber reden würde.»

Sie betreiben den Blog «Traveling the Borderline», geben mit einer Kollegin als «Psychotanten» Tipps und gehen seit drei Jahren in Schulen, um über Ihre Erfahrungen zu sprechen. Wie sind die Reaktionen?

«Warum reden hilft», lautet der Untertitel Ihres Buches...

Welche Pläne haben Sie?