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Die «innere Uhr» diktiert den Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt, der am Morgen passiert, ist gefährlicher als eine Attacke am Nachmittag. Das ergab eine Untersuchung von spanischen Forschern. Schuld ist laut ihnen der körpereigene Biorhythmus.

Die bläulich gefärbten Teile des Herzens erhalten von den Herzkranzgefässen nicht genügend Sauerstoff. Dies kann zu einem Herzinfarkt führen.
Die bläulich gefärbten Teile des Herzens erhalten von den Herzkranzgefässen nicht genügend Sauerstoff. Dies kann zu einem Herzinfarkt führen.
Prof. Dr. med. Philipp A Kaufmann
Symptomatisch sind Schmerzen unter dem Brustbein, die in den ganzen Körper ausstrahlen, Unruhe, Atemnot und Übelkeit. Ein Herzinfarkt kann aber auch ohne Symptome verlaufen (gestellte Aufnahme).
Symptomatisch sind Schmerzen unter dem Brustbein, die in den ganzen Körper ausstrahlen, Unruhe, Atemnot und Übelkeit. Ein Herzinfarkt kann aber auch ohne Symptome verlaufen (gestellte Aufnahme).
Keystone
Eine schnelle Reaktion ist überlebensnotwendig: Bundesrat Didier Burkhalter übt die Herzmassage an einer Puppe während einer Veranstaltung der Schweizerischen Herzstiftung.
Eine schnelle Reaktion ist überlebensnotwendig: Bundesrat Didier Burkhalter übt die Herzmassage an einer Puppe während einer Veranstaltung der Schweizerischen Herzstiftung.
Keystone
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Die Forscher verglichen Daten aus den Jahren 2003 bis 2009 von mehr als 800 Patienten einer Klinik in Madrid. Das Ergebnis: Bei Patienten, bei denen die Beschwerden zwischen sechs Uhr morgens und zwölf Uhr mittags auftraten, war der Infarkt um 21 Prozent stärker als bei Patienten, die den Herzanfall am Nachmittag oder Abend erlitten.

Infarktrisiko am Nachmittag höher

Damit bestätigte die Studie, die im Fachmagazin «Heart» publiziert wurde, andere Untersuchungen, wonach die «innere Uhr» das Herz beeinflusst.

Von den 811 untersuchten Patienten erlitten allerdings nur 269 ihren Infarkt am Vormittag. Gut drei Viertel der untersuchten Infarkt-Patienten waren Männer mit einem Durchschnittsalter von 62 Jahren.

SDA/lcv

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