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«Die Kinder sagen nicht Ja»

Kommt ein Baby mit einem entstellenden Muttermal zur Welt, möchte Kinderchirurg Clemens Schiestl helfen – aber manchmal sind selbst ihm die Hände gebunden.

Noemi Landolt
«Auch ich schaue bei Auffälligkeiten hin – wahrscheinlich öfter als andere»: Clemens Schiestl ist Leiter des Zentrums für brandverletzte Kinder, plastische und rekonstruktive Chirurgie am Kinderspital Zürich.
«Auch ich schaue bei Auffälligkeiten hin – wahrscheinlich öfter als andere»: Clemens Schiestl ist Leiter des Zentrums für brandverletzte Kinder, plastische und rekonstruktive Chirurgie am Kinderspital Zürich.
Noemi Landolt

Clemens Schiestl, die Entscheidung für oder gegen eine Operation bei einem grossen Muttermal treffen die Eltern, nicht das betroffene Kind. Ist das problematisch? Von einem ethischen Standpunkt aus betrachtet, macht man bei den Kindern etwas, zu dem sie selber nicht Ja sagen können. Ihre Eltern und die Chirurgen entscheiden, was geschieht. Der Vorteil ist natürlich, dass sie, wenn sie älter sind, die Narbe unserer Meinung nach besser akzeptieren können als das braune, haarige Muttermal.

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