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Die Sonne schmerzt wieder

David Gähwiler leidet an einer seltenen Lichtkrankheit. Sieben Jahre konnten Patienten wie er ein normales Leben führen. Das ist jetzt vorbei: Die Krankenkassen zahlen nicht mehr.

Felix Straumann
Er fürchtet sich vor einer Zukunft ohne das für ihn so wichtige Medikament: David Gähwiler. Foto: Daniel Ammann
Er fürchtet sich vor einer Zukunft ohne das für ihn so wichtige Medikament: David Gähwiler. Foto: Daniel Ammann

Der Wetterbericht fürs Wochenende ist schlecht. David Gähwiler ist erleichtert. Eigentlich liebt er die Sonne. Die letzten sieben Jahre konnte er sie auch geniessen. Nach draussen gehen, wenn es schön war, wandern, mit seiner Ehefrau und mit Freunden etwas unternehmen. Doch damit ist Schluss. Das Medikament Scenesse, das ihm ein annähernd normales Leben ermöglicht hat, ist seit gut einem Monat zu teuer für den 41-jährigen Ostschweizer. Die australische Herstellerfirma Clinuvel Pharmaceuticals hat den Preis fast verdreifacht, und die Krankenkasse hat entschieden, dies nicht zu finanzieren. Gähwiler bezahlt jetzt mit jedem direkten Sonnenstrahl dafür. «Bereits nach wenigen Minuten fühlt es sich an, wie wenn ich mich mit Feuer verbrennen würde», sagt er. Zu den starken Schmerzen kommen bei längerer Einstrahlung Schwellungen im Gesicht und an den Fingern hinzu. Im Extremfall sind die Stellen blutunterlaufen und violett verfärbt, und die Haut löst sich ab.

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