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Die Traumkenner

Die meisten Träume vergisst man sofort. Doch es gibt Menschen, die erinnern sich an jedes Detail. Forscher untersuchen nun, was dabei im Gehirn passiert.

Bei Menschen, die sich gut an Träume erinnern konnten, wurden verstärkte Hirnaktivitäten festgestellt: Schlafende Frau. Foto: Gallery Stock
Bei Menschen, die sich gut an Träume erinnern konnten, wurden verstärkte Hirnaktivitäten festgestellt: Schlafende Frau. Foto: Gallery Stock

Die meisten Träume schiessen davon, sobald wir ins Reich des vollen Bewusstseins zurückkehren. Und zwar so fix, dass wir es oft kaum glauben. Eine «sehr besondere Form des Vergessens» sieht darin der Neurowissenschaftler und Psychoanalytiker Mark Solms vom Groote Schuur Hospital in Kapstadt.

Diesem Vergessen widmen sich auch die französischen Neurowissenschaftler Perrine Ruby und Jean-Baptiste Eichenlaub. Für ihre Probanden ist das nicht gerade vergnüglich. Eine Nacht lang wurden die gut 40 Versuchsteilnehmer immer wieder daran gehindert, auch nur ein Auge zu schliessen. Nur damit sie am nächsten Tag um 13 Uhr in einem ätzend lauten Hirnscanner höchstwahrscheinlich schlummern würden. Die französischen Forscher wollten wissen, ob und wie sich das Gehirn von Leuten unterscheidet, die sich oft an Träume erinnern oder die fast alle ihre Träume sofort vergessen. In einem aufwendigen Auswahlverfahren hatten die Forscher zuvor ermittelt, wer sich mindestens fünfmal wöchentlich morgens an seine Träume erinnert. Und wer nur zweimal monatlich bis gar nicht.

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