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Ein Boykott verletzt den Forschergeist

Im Protestbrief zum Human Brain Project äussert sich ein Glaubenskrieg. Der Aufruf widerspricht jedoch dem freien Gedankenaustausch.

Wird kritisch, genau und unabhängig überprüft: Der Supercomputer Blue Gene Q an der ETH Lausanne. Foto: Keystone
Wird kritisch, genau und unabhängig überprüft: Der Supercomputer Blue Gene Q an der ETH Lausanne. Foto: Keystone

Diesen Erfolg kann dem Hirnforscher Henry Markram keiner mehr nehmen: Das Human Brain Project ist wohl das seit Jahrzehnten umstrittenste Forschungsprojekt der Schweiz. Es hat somit die Neuroforschung auf die Landkarte der öffentlichen Aufmerksamkeit gesetzt.

Was bisher geschah: Der schillernde, dandyhafte südafrikanisch-israelisch-schweizerische Neuroforscher war 2002 mit einer Vision an die ETH Lausanne gekommen: Wenn es gelingt, alles Wissen über das Gehirn in einen vernünftigen Computer einzuspeisen, wird man dieses dereinst simulieren können. Und dann werde uns wie Schuppen von den Augen fallen, was das Gehirn ausmacht und wie es funktioniert. Aber nicht nur das: Weil ein solcher Super-Supercomputer erst noch gebaut werden muss, werden auf dem Weg dahin reichlich neue Einsichten fruchten, vor allem auch im Bereich der Informationstechnologie.

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