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Eine zweifelhafte Diät, aber ein grosses Geschäft

Tausende Schweizer nehmen mit Metabolic Balance ab. Fachleute kritisieren die Methode: das Prinzip sei aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar.

Viviane Bühr
Der Erfolg jeder Diät basiert auf einer kalorienreduzierten Ernährung.
Der Erfolg jeder Diät basiert auf einer kalorienreduzierten Ernährung.
Keystone

Metabolic Balance ist zurzeit im Trend. Tausende Schweizerinnen und Schweizer nehmen damit ab. Doch das Ernährungsprogramm ist unter Fachleuten umstritten, denn die Behauptung, es sei auf den persönlichen Stoffwechsel zugeschnitten, lässt sich wissenschaftlich nicht belegen.

Wer mit Metabolic Balance abnehmen will, muss sich zuerst einem Bluttest unterziehen. Dieser liefert 36 verschiedene Werte, beispielsweise zu Blutfetten, Hormonen sowie Verdauungsenzymen. Die Messwerte sollen Rückschluss auf eine Reihe von Lebensmitteln liefern, die den persönlichen Stoffwechsel «zurück in Balance» bringen, wie es heisst. Anhand der ermittelten Blutwerte und persönlicher Angaben erstellt das Metabolic-Balance-Computerprogramm eine massgeschneiderte Lebensmittelliste, die den Abnehmwilligen von speziellen Metabolic-Balance-Beratern in einem persönlichen Gespräch erläutert wird. Je nachdem werden andere Verhaltensweisen empfohlen. So muss der eine Kunde beispielsweise auf Broccoli verzichten, ein anderer dagegen auf Karotten. Zu trinken gibts viel Wasser. Später im Verlauf der Diät haben neben den zu Beginn verordneten auch wieder andere Lebensmittel Platz im Menüplan.

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