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«Er hätte die Kinder in andere Anstalten überweisen können»

«Es war eher ein Nebenprojekt»: Medizinalhistoriker Herwig Czech. Foto: Universität Wien

Warum blieb Hans Aspergers offensichtliche Kollaboration mit dem Nazi-Regime so lange unerkannt?

Wurde er zu Lebzeiten je direkt mit seiner Rolle während der NS-Zeit konfrontiert?

Hätte er überhaupt die Möglichkeit gehabt, sich dem Euthanasie-Programm oder den Kontakten zur Spiegelgrund-Klinik zu entziehen, wo Kinder umgebracht wurden, die nicht als lebenswert galten?

Wie war es denn in der Klinik Gugging, wo Patienten ebenfalls für medizinische Experimente missbraucht und oft ermordet wurden? Asperger sass in einer Kommission der Klinik.

Sie hätten acht Jahre lang den Fall recherchiert, sagen Sie. Warum dauerte diese Arbeit so lange? Wurden Sie an der Recherche gehindert? Waren Dokumente verschwunden?

War Asperger selbst von der sogenannten Rassenhygiene überzeugt?