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«Fasse nie ein totes Tier an»

Für Veterinärmediziner Christian Griot sind die Geflügelzüchter gut auf die Vogelgrippegefahr vorbereitet. Das sei wichtiger als die Massnahmen des Bundes.

Geflügelhalter tun alles, um eine Ansteckung zu verhindern: Zucht von Truthennen. Foto: Jens Büttner (Keystone)
Geflügelhalter tun alles, um eine Ansteckung zu verhindern: Zucht von Truthennen. Foto: Jens Büttner (Keystone)

Beim letzten Vogelgrippeausbruch in der Schweiz zeigte sich, dass das Virus kaum von Wildvögeln auf Hausgeflügel übertragen wird. Wie sinnvoll sind die verstärkten Massnahmen des Bundes?

Wir haben 2006 im Rahmen des Forschungsprojekts Constanze tatsächlich festgestellt, dass Kontakte zwischen Wildvögeln und Geflügel viel weniger häufig sind als angenommen. Trotzdem finden sie statt. Dabei genügt eine einzige Ansteckung, um eine ganze Geflügel­zucht lahmzulegen. Die Beschränkungen sind deshalb wichtig. Noch bedeutender sind Zutrittsbeschränkungen und Hy­gienemassnahmen in den Geflügel­betrieben. Doch die gelten schon länger und nicht nur bei Vogelgrippegefahr. Heute geht bei professionell geführten Ställen niemand ohne Kleiderwechsel und Desinfektion einfach so rein.

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