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Forscher entdecken Medikament fürs Vergessen

Forscher der Uni Basel zeigen, dass belastende Erinnerungen dank Medikamenten verblasst werden können. Dies könnte für die Behandlung von posttraumatischen Störungen nützlich sein.

Den Professoren Dominique de Quervain und Andreas Papassotiropoulos gelangen neue Erkenntnisse in der Gedächtnisforschung.
Den Professoren Dominique de Quervain und Andreas Papassotiropoulos gelangen neue Erkenntnisse in der Gedächtnisforschung.
zvg
Dieses Bild zeigt sinnbildlich, wie die Forscher vorgegangen sind: Eine umfangreiche Identifizierung der mitspielenden Gene bei Gedächtnisvorgängen wies den Weg zum bereits bestehenden Medikament. Die vier DNA-Basen (Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin) bilden symbolisch das gesuchte Medikament ab.
Dieses Bild zeigt sinnbildlich, wie die Forscher vorgegangen sind: Eine umfangreiche Identifizierung der mitspielenden Gene bei Gedächtnisvorgängen wies den Weg zum bereits bestehenden Medikament. Die vier DNA-Basen (Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin) bilden symbolisch das gesuchte Medikament ab.
zvg
Diese werden zur hochauflösenden Untersuchung des menschlichen Genoms eingesetzt.
Diese werden zur hochauflösenden Untersuchung des menschlichen Genoms eingesetzt.
zvg
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«Man muss vergessen können», erklärt Professor Andreas Papassotiropoulos von der Psychologischen Fakultät und meint damit nicht nur, dass man sich und seinem sozialen Umfeld guttut, wenn man nicht nachtragend ist. Eine andere Bedeutung erlangt «Vergessen» nämlich in der Neuroforschung, wenn es etwa darum geht, dass das menschliche Gehirn sich des unnützen Wissens darum entledigt, wie viele Treppenstufen man schon gestiegen ist. In der Psychiatrie aber beschäftigt man sich mit dem Vergessen schwer traumatischer Erinnerungen, die so tief sitzen, dass sie das Leben von Menschen nachhaltig im Griff haben. Wenn die Betroffenen die Kontrolle über solche belastenden Erinnerungen verlieren, können Störungen auftreten.

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