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Sex-Krankheit Syphilis in der Schweiz auf dem Vormarsch

Zürcher Forscher haben nun die Herkunft des Erregers zurückverfolgt.

Er ist winzig klein, spiralig gewunden und fünfmal dünner als ein Haar — der Syphilis-Erreger Treponema pallidum, der sich vor allem über den ungeschützten Geschlechtsverkehr überträgt und sich in Grossstädten wie Basel, Genf und Zürich wieder rasant verbreitet. Unbehandelt kann er tödlich sein.

«Schon wieder einer», sagt der Mi­krobiologe Philipp Bosshard von der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich, als er gerade aus dem Labor zurückkommt. Jede Woche meldet sein Team derzeit zwei bis drei Fälle an das Bundesamt für Gesundheit. Zuvor sah es viele Jahre so aus, als habe man die bakterielle Krankheit gut im Griff. Doch seit mehreren Jahren steigen die Infiziertenzahlen erneut an. Ein grosser Teil der Betroffenen sind homosexuelle Männer. In der Schweiz gab es im Jahr 2015 insgesamt 651 Neuerkrankungen — 7 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr.

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