Zum Hauptinhalt springen

Gibt es Sexsucht überhaupt?

Nein, sagt eine Studie, in der erstmals die Hirne von angeblichen Sexsüchtigen untersucht worden sind.

Ging er denn nun fremd, oder wurde er Opfer seiner Sexsucht? Golfstar Tiger Woods im Juni 2013.
Ging er denn nun fremd, oder wurde er Opfer seiner Sexsucht? Golfstar Tiger Woods im Juni 2013.
Keystone

Es ist zwar nicht gerade erstrebenswert, an einer Sucht zu leiden. Aber sie hat den immensen Vorteil, dass sie entschuldigt. Man kann halt nichts dafür. Man ist ihr hilflos ausgeliefert. Süchtigen wird deshalb ein gewisses Verständnis entgegengebracht. Und so argumentierten des Fremdgehens überführte prominente Männer wie etwa Tiger Woods gerne damit, sie seien keinesfalls banale Lügner und Betrüger, sondern sie könnten halt nicht anders, weil eben sexsüchtig. Michael Douglas bekannte sich ungefragt dazu, Kanye West auch, und in der Berichterstattung schwang neben Skepsis oft auch unterschwellige Bewunderung mit: Sexsucht, das klang nach ungeheurer Virilität, nach Unmengen von Testosteron, nach einer geballten Ladung Männlichkeit jedenfalls, die sozusagen zu platzen droht, wenn da nicht mittels häufig wechselnder Gespielinnen Abhilfe geschaffen wird.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.