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Härtetest am Menschen

Mediziner infizieren Freiwillige mit Malaria, Salmonellen und sogar Cholera. Die Technik ist riskant und historisch geprägt von Verbrechen – doch sie hilft bei der Suche nach neuen Impfstoffen.

Der britische Arzt Edward Jenner injiziert 1796 einem Jungen Pockenerreger: Gemälde von Ernest Board. Foto: Science History, Alamy
Der britische Arzt Edward Jenner injiziert 1796 einem Jungen Pockenerreger: Gemälde von Ernest Board. Foto: Science History, Alamy

Peter Kremsner benutzt keine Mücken, um Menschen mit Malaria zu infizieren. Der Arzt spritzt ihnen die Erreger direkt ins Blut. Die Sporozoiten, so heissen die Erreger in diesem Stadium, werden vom Blut zur Leber getragen, dringen in Zellen ein, reifen heran und vermehren sich. Etwa eine Woche nach der Infektion gelangt der Parasit wieder ins Blut, dann in Form von Merozoiten. Zehntausende von ihnen befallen rote Blutkörperchen, vermehren sich weiter, platzen heraus und befallen neue Blutkörperchen. Nach drei dieser Zyklen haben sich die Erreger so weit vermehrt, dass die Fieberschübe beginnen.

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