Immer mehr Schweizer stecken sich mit Dengue-Fieber an

Die Zahl an registrierten Dengue-Fällen in der Schweiz hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Alles andere als harmlos: Die Tigermücke gilt als Überträger des Krankheitserreger. (Archivbild)

Alles andere als harmlos: Die Tigermücke gilt als Überträger des Krankheitserreger. (Archivbild) Bild: Keystone

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Waren es 2005 noch fünf Infizierte, verzeichnete das Bundesamt für Gesundheit im vergangenen Jahr 201 Personen, die sich im Ausland mit dem Dengue-Fieber angesteckt hatten.

Die Bedrohung durch das Dengue-Virus werde immer grösser, sagte Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit zum Nachrichtenmagazin «10 vor 10» von SRF. In der Folge sei auch die Anzahl registrierter Dengue-Infizierten in der Schweiz stark angestiegen.

Letztes Jahr wurden im Vergleich zu 2012 doppelt so viele infizierte Reiserückkehrer gezählt, nämlich 201 Fälle. Der Trend scheint sich auch dieses Jahr zu bestätigen. Alleine seit Beginn des laufenden Jahres wurden 37 Fälle verzeichnet. Vor fünf Jahren war dies noch das Jahrestotal.

Im Tessin angesiedelte Tigermücke

Keiner der Virusträger steckte sich in der Schweiz an. Bei den Infizierten handelt es sich ausschliesslich um Reiserückkehrer. Die Übertragung des Virus findet über die Asiatische Tigermücke statt, die auch das Zika-Virus überträgt.

Obwohl sich diese Mückenart mittlerweile auch in weiten Teilen des Kantons Tessin eingenistet hat, droht dort nur ein sehr geringes Risiko einer Weiterverbreitung. Das Virus bleibe nach der Übertragung nur wenige Tage im Blut. Damit sei die Wahrscheinlichkeit einer Verbreitung in der Schweiz und auch in Europa noch eher klein, sagte Koch. (nag/sda)

Erstellt: 17.02.2016, 22:31 Uhr

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