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Immer so müde

Die Tage werden länger und wärmer. Dumm nur, dass wir uns ausgerechnet jetzt so schlapp fühlen. Was steckt dahinter?

Eigentlich gibt es sie gar nicht: die Frühlingsmüdigkeit, die der Volksmund so gerne bemüht. Zumindest nicht in der Welt der reinen Wissenschaft. «Es sind zwar rund um den Globus Hunderte von Studien zur Müdigkeit gemacht worden», sagt Neurologe Philipp Valko (43) vom Universitätsspital Zürich. «Aber mir ist keine einzige bekannt, die sich explizit mit der Frühlingsmüdigkeit befassen würde.»

Valko muss es wissen: Er hat zum Phänomen Müdigkeit habilitiert und sich auf die Schlafmedizin spezialisiert. Als Mediziner hat er es vor allem mit der «pathologischen», also krankhaften Müdigkeit zu tun, auch Fatigue genannt. Die tritt meist als Folge von anderen Grunderkrankungen auf wie multiple Sklerose, Parkinson oder auch nach Schlaganfällen oder Chemotherapien. Neben der pathologischen gibt es auch die physiologische Müdigkeit. Das ist quasi die gesunde Müdigkeit nach körperlichen oder geistigen Anstrengungen. Die Frühlingsmüdigkeit würde der Schlafmediziner «irgendwo dazwischen» einordnen.

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