Immer weniger Frauen verhüten mit der Pille

Der Bundesrat hat heute bekannt gegeben, um wie viel die Anzahl Verschreibungen zurückgegangen ist. Der Yasmin-Umsatz ist gar drastisch eingebrochen.

Sorgte für Schlagzeilen: Die Antibabypille Yasmin. (31. Juli 2008)

Sorgte für Schlagzeilen: Die Antibabypille Yasmin. (31. Juli 2008) Bild: Keystone

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Zwischen 2012 und 2015 gingen die Pillenverschreibungen insgesamt um rund 7 Prozent zurück. Bei drospirenonhaltigen Produkten wie beispielsweise der Pille Yasmin betrug der Rückgang 56 Prozent. Das schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation von Prisca Birrer-Heimo (SP, LU).

Der Bundesrat geht davon aus, dass die Verschreibungen weiter abnehmen werden, weil Pillen mit Drospirenon neu nicht mehr für Akne eingesetzt werden sollen. Das Heilmittelinstitut Swissmedic hatte im vergangenen Herbst entschieden, bei 33 kombinierten hormonalen Kontrazeptiva Hinweise auf Vorteile bei Akne zu streichen.

16 tödliche Lungenembolien

Von 1990 bis Ende 2015 hat das Heilmittelinstitut Swissmedic 16 Berichte über tödliche Lungenembolien erhalten, die in Zusammenhang mit hormonellen Verhütungsmitteln stehen. Bei neun Betroffenen lag mindestens ein Risikofaktor für venöse Thromboembolien vor. Dazu zählen Übergewicht, höheres Alter, familiäre Thromboseneigung, eine lange Reise im Flugzeug oder Auto oder eine Beinlähmung.

Für Schlagzeilen hatte der Fall einer 16-Jährigen gesorgt, die 2008 von ihrem Gynäkologen die Antibabypille Yasmin verschrieben erhielt und zwei Monate später eine Lungenembolie und eine Hirnschädigung erlitt. Sie ist heute schwer behindert. (pat/sda)

Erstellt: 18.02.2016, 12:45 Uhr

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