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Irrtümer gehören zum Wesen der Wissenschaft

Der Prionen-Forscher Adriano Aguzzi antwortet Kritikern, welche die medizinische Forschung in einer Glaubwürdigkeitskrise sehen: Fehlschlüsse sind ein wesentliches Merkmal des wissenschaftlichen Schaffens.

«Nur eine Arbeitskultur, welche die akademische Freiheit schützt und allfällige Irrwege nicht bestraft, erlaubt den Wissenszuwachs durch die Forschung», sagt Adrian Aguzzi. Foto: Keystone
«Nur eine Arbeitskultur, welche die akademische Freiheit schützt und allfällige Irrwege nicht bestraft, erlaubt den Wissenszuwachs durch die Forschung», sagt Adrian Aguzzi. Foto: Keystone

Reto Obrist, Onkologe und Aufsichtsrat der Medikamentenzulassungsbehörde Swissmedic, liebt deutliche Worte. In einem Meinungsbeitrag konstatierte er vergangene Woche im Redaktion Tamedia eine «Glaubwürdigkeitskrise» der biomedizinischen Forschung. Zu oft seien Resultate aus Laborexperimenten und klinischen Studien an Patienten falsch und nicht reproduzierbar, schreibt Reto Obrist. Eine alarmierende Einschätzung, mit welcher er keineswegs alleine dasteht. Die Zeitschrift «Nature», das wohl einflussreichste Fachjournal der Naturwissenschaften, widmet ein umfangreiches Dossier den Tücken der nicht allzu genauen Forschung und fordert die Forscher auf: «You must try harder»! Ganze 28 Milliarden Dollar soll die fehlerhafte Forschung jedes Jahr kosten.

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