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Jeder fünfte Arbeitnehmer ist psychisch krank

In der Schweiz geht weit mehr als die Hälfte aller psychisch Kranken arbeiten. Doch ihr Zustand wirkt sich auf die Produktivität und das Arbeitsklima aus.

Arbeiten trotz Depression: Viele Erkrankte sind berufstätig. (Symbolbild)
Arbeiten trotz Depression: Viele Erkrankte sind berufstätig. (Symbolbild)
Reuters

In Industrieländern wie Grossbritannien oder den USA leidet jeder fünfte Arbeitnehmer unter psychischen Erkrankungen. Drei Viertel der Betroffenen geben laut einem heute veröffentlichten Bericht der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) an, dass dieser Zustand ihre Produktivität und das Arbeitsklima beeinträchtigt.

In den zehn untersuchten Ländern, darunter Österreich und die Schweiz, gehen 55 bis 70 Prozent der psychisch Kranken trotzdem einem Beruf nach. Die Beschäftigungsquote liegt allerdings zehn bis 15 Prozentpunkte unter der von Menschen ohne Erkrankung.

Schwach ausgeprägte Krankheiten vernachlässigt

Die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden, ist bei psychisch Kranken, die oft unter Depressionen oder Angstzuständen leiden, doppelt so hoch wie bei gesunden Menschen.

Die Autoren des Berichts kritisieren, dass die Gesundheitssysteme viele Länder vor allem darauf ausgerichtet sind, Menschen mit schweren Störungen wie Schizophrenie zu behandeln. Eine stärkere Ausrichtung der Medizin auf schwächer ausgeprägte Krankheiten würde die Arbeitschancen der Betroffenen erheblich verbessern, heisst es weiter.

(SDA)

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