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Das ist doch wurst

Es gibt keinen Grund sich aufzuregen, nur weil die WHO zur Mässigung beim Fleischkonsum rät.

«Alles wollen sie uns verderben: Das Rauchen, das Gläschen Wein, Salz; und jetzt dürfen wir nicht einmal mehr Wurst essen.» So wird jetzt wieder überall gepoltert. Grund ist die neuste Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO, beim Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch Mass zu halten, weil es das Krebsrisiko erhöht. Es geht also um Fleisch von Rind, Kalb, Lamm und Schwein sowie gepökeltes, geräuchertes oder sonst wie prozessiertes.

Die Aufregung über die WHO ist nicht gerechtfertigt. Sie ist bei weitem nicht die erste Institution, die diese Empfehlung zu Fleisch ausspricht. Beispielsweise in der Schweiz war es vergangenes Jahr die Eidgenössische Ernährungskommission, die darauf hinwies, dass nicht nur das Krebsrisiko steigt, sondern auch die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Der Befund ist durch eine beträchtliche Zahl von Studien gestützt, wobei der Zusammenhang bei verarbeitetem Fleisch eindeutiger ist als beim roten Fleisch.

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