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Kommt bald der Ebola-Impfstoff?

Hoffnung im Kampf gegen Ebola: Ein Mittel aus den USA ist bereits erfolgreich an Tieren getestet worden.

121 Ebola-Opfer an einem Tag: Das Hastings Ebola Notfallzentrum ausserhalb von Freetown, Sierra Leone. (6. Oktober 2014)
121 Ebola-Opfer an einem Tag: Das Hastings Ebola Notfallzentrum ausserhalb von Freetown, Sierra Leone. (6. Oktober 2014)
Keystone
Werden von Patienten überrannt: Ein US-Soldat grenzt mit Stacheldraht das Grundstück einer neuen Krankenstation ab.
Werden von Patienten überrannt: Ein US-Soldat grenzt mit Stacheldraht das Grundstück einer neuen Krankenstation ab.
Pascal Guyot, AFP
Gesundheitstest am Flughafen von Conakry, Guinea. (22. Juli 2014)
Gesundheitstest am Flughafen von Conakry, Guinea. (22. Juli 2014)
AFP
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Ein medizinischer Berater der US-Regierung hält die baldige Freigabe eines Impfstoffes gegen das gefährliche Ebola-Virus für möglich. Ein entsprechendes Medikament sei bereits erfolgreich an Affen getestet worden, sagte Anthony Fauci vom Nationalen Gesundheitsinstitut der USA in der Sendung «CBS This Morning». Testreihen mit Freiwilligen sollten im September beginnen, der Impfstoff könnte dann im Juli 2015 bereitstehen.

Fauci hat sich vor allem mit Forschungen zur Immunschwächekrankheit Aids einen Namen gemacht. Er versicherte, die beiden aus Westafrika in die USA gereisten Ebola-Infizierten seien keine Gefahr für die Bevölkerung.

Bislang 1600 Infektionen

Die Zahl der Ebola-Toten ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sprunghaft gestiegen. Seit dem 31. Juli kamen 158 neue Todesfälle dazu, hiess es in einer Mitteilung. Insgesamt sind der Epidemie in Westafrika damit mindestens 887 Menschen zum Opfer gefallen.

Laut der WHO-Mitteilung wurden bislang mehr als 1600 Infektionen erfasst, seit die Krankheit in diesem Jahr zuerst in Guinea ausgebrochen ist. Betroffen sind bislang neben Guinea mit 358 Todesfällen, Sierra Leone mit 273 und Liberia mit 255 und Nigeria mit einem Ebola-Toten.

Zudem wurde der zweite Ebola-Fall aus Nigeria gemeldet, dem bevölkerungsreichsten Land in Westafrika. Die Behörden bestätigten, dass es sich bei dem Erkrankten um den Arzt handelt, der den ersten Ebola-Kranken behandelt hatte. Dieser hatte Ende Juli an Bord eines Fluges nach Nigeria Ebola-Symptome gezeigt und war wenige Tage später gestorben.

Die nigerianischen Behörden hatten die übrigen Passagiere des Flugzeugs, mit dem der Mann unterwegs war, seinerzeit nicht unter Quarantäne gestellt. Sie versicherten, es gebe nur ein minimales Risiko für weitere Ebola-Fälle. Das Land hat mehr als 150 Millionen Einwohner.

«Wir wissen, wie wir das kontrollieren können»

Derweil begannen die Behörden in Liberia mit den Vorbereitungen für den Rücktransport eines zweiten, mit Ebola infizierten US-Bürgers in die Heimat. Ein Flugzeug landete am Montag in der Hauptstadt Monrovia und soll am Dienstag eine Missionarin zur Behandlung in einer Spezialklinik nach Atlanta fliegen. Die Frau und ein bereits am Samstag ausgeflogene Arzt hatten in Liberia in einem Krankenhaus gearbeitet, in dem Ebola-Infizierte behandelt wurden.

Die Frau soll in Atlanta im Emory Universitätskrankenhaus behandelt werden, wo der infizierte Arzt bereits versorgt wird. Der Sohn der Missionarin sagte, seine Mutter ringe noch immer mit der Krankheit, es scheine aber eine Besserung zu geben.

Derweil stellten die US-Behörden klar, dass die Behandlung der beiden Erkrankten kein Risiko für die Bevölkerung darstelle. Jedes moderne Krankenhaus mit Standard-Desinfektionsmethoden sollte mit der Krankheit klarkommen können, hiess es.

«Wir wissen, wie wir das kontrollieren können: Kontrolle der Krankenhausdesinfektion und eine Eindämmung an der Quelle in Afrika», sagte Dr. Tom Frieden, Direktor der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC).

Das Ebola-Virus löst eine infektiöse Fiebererkrankung aus, die von Blutungen begleitet wird. Es gibt kein Heilmittel, etwa 60 Prozent der Infizierten sterben.

AP/ajk

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