Zum Hauptinhalt springen

«Krebs ist eine Alterserkrankung. Wer ungesund lebt, wird früher krank»

In der Schweiz erkranken mehr Menschen an Krebs als noch vor 30 Jahren, aber es sterben auch weniger daran. Experte Jakob Passweg erklärt warum.

Reto Hunziker

Herr Passweg, die Krebserkrankungen in den letzten 28 Jahren haben leicht zugenommen. Die Mortalität hingegen ist rückläufig. Warum ist das so? Es ist nicht leicht, darauf Antwort zu geben. Weil es für die unterschiedlichen Krebsarten immer mehrere Gründe gibt. Eine Hauptrolle spielt sicherlich die Altersstruktur unserer Gesellschaft. Denn Krebs ist hauptsächlich eine Alterserkrankung. Je älter die Bevölkerung ist, desto mehr Krebserkrankungen gibt es.

Aber nicht alle Krebsarten kommen häufiger vor. Richtig. Lungenkrebs bei Männern etwa nimmt in der Schweiz ab. Unter anderem, weil die präventiven Massnahmen gegen das Rauchen Wirkung zeigen. Bei Frauen hingegen nehmen die Fälle zu. Früher galt es als unanständig, wenn Frauen rauchten. Viele Frauen, die vor 30 Jahren, als es salonfähig wurde, mit dem Rauchen begonnen haben, werden nun 40 oder 50 Jahre alt und haben ein erhöhtes Lungenkrebs-Risiko. Gewisse Krebserkrankungen werden heute auch häufiger und früher registriert, weil sie dank Screenings besser erkannt werden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen