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Mann tut, was man kann...

Ehemänner, die im Haushalt mithelfen, können auch mit wenig Aufwand viel Anerkennung bekommen – wenn die Freundinnen der Partnerin noch faulere Gatten haben.

Solidarität in Schweizer Haushalt: Ein Paar aus Suhr bei der Zubereitung des Ostermenüs.
Solidarität in Schweizer Haushalt: Ein Paar aus Suhr bei der Zubereitung des Ostermenüs.
Keystone

Ob es in einer Beziehung immer Unzufriedenheit über die Aufteilung der Hausarbeit zwischen Mann und Frau gibt, ist weniger eine Frage der tatsächlichen Leistung als eine Frage von Beispielen und Vergleichen im Freundes- und Bekanntenkreis.Wenn der eigene Mann mehr tut als jener der Freundin, neigen Frauen dazu, das Ungleichgewicht positiver zu sehen und zu akzeptieren. So lässt sich das Ergebnis einer Studie zusammenfassen, die die von Frauen wahrgenommene Gerechtigkeit der Aufteilung der Hausarbeit analysierte.

«Soziale Vergleiche beeinflussen die wahrgenommene Gerechtigkeit», erklärte Studienautor Bernhard Riederer von der Universität Wien am Wochenende bei der Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychologie in Salzburg. Frauen, die Mithilfe ihrer Partner im Haushalt mit dem Beitrag anderer Männer vergleichen, waren laut Studie zufriedener mit der Aufteilung als Frauen, die nur innerhalb ihrer eigenen Beziehung hinterfragen, wer mehr oder weniger tut.

Befragt wurden für die Untersuchung knapp 400 Frauen in Österreich, Deutschland und der Schweiz – in zwei Wellen in den Jahren 2003 und 2006. Demnach geben 84 Prozent der Frauen an, den Grossteil der Hausarbeit zu erledigen. Nur 15 Prozent der Befragten sagten, dass ihr Partner weniger Hausarbeit erledigt als andere Männer. «Die Vergleiche mit anderen können dazu beitragen, dass ein positives Bild der Beziehung bestehen bleibt», schliesst Riederer daraus.

SDA/raa

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