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Mehr als 720'000 Tiere für Experimente

Die Zahl der in Tierversuchen eingesetzten Lebewesen hat 2007 leicht zugenommen. Sie lag mit 726'392 um 1,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Einem deutlichen Wachstum in der Grundlagenforschung von plus zehn Prozent steht eine Abnahme in der angewandten medizinischen Forschung von acht Prozent gegenüber. Dies teilte das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) mit. Die Hälfte der Versuchstiere wurde 2007 in der Industrie eingesetzt, ein Drittel an Hochschulen und Spitälern. Für die Entwicklung von Kosmetika wurden keine Tiere verwendet.

Weiter teilte das BVET mit, dass 325'149 Tiere bei Versuchen in der Kategorie mit «leichten Belastungen» eingesetzt wurden. Die Anzahl jener in Versuchen mit Schweregrad drei, also «schweren Belastungen», stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent an und lag bei 18.423. Bei 80 Prozent der insgesamt eingesetzten Tiere handelte es sich um Nagetiere wie Mäuse, Ratten, Hamster oder Meerschweinchen. Zudem wurden Vögel, Fische, Kaninchen, Amphibien, Affen und Haustierarten verwendet: 3002 Hunde und 472 Katzen beispielsweise.

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner kritisierte in einer Mitteilung die gestiegene Anzahl der Versuche. Sie fordere bereits seit langem eine schärfere Sanktionierung von Tierversuchen durch die Behörden, konsequenten Verzicht auf Tierversuche und die Förderung und Anwendung von geeigneten tierversuchsfreien Testmethoden.

AP/raa

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