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Mögliche Ursachen für Alzheimer

Die Medikamente, die derzeit gegen die Alzheimerkrankheit entwickelt werden, zielen gegen charakteristische Veränderungen im Gehirn. Welches aber die genauen Ursachen für die Gehirnkrankheit sind, wissen Forscher noch immer nicht. «Wir sind offen für neue Ideen», sagt der US-Wissenschaftler Jeffrey Cummings. Dazu gehören Vermutungen, dass Mikroben die krankhaften Prozesse auslösen könnten.

Einige Forscher mutmassen, dass Bakterien, die eigentlich schwere Zahnfleischentzündungen hervorrufen, an der Alzheimerkrankheit beteiligt sein könnten. Beispielsweise hätten Patienten mit einer Zahnfleischentzündung einen schwereren Verlauf der Krankheit gezeigt.

Und US-Forscher haben im letzten Jahr eine alte These wieder aufleben lassen. Sie postulierten, dass bei Alzheimerpatienten möglicherweise Herpesviren im Gehirn aktiv seien. Die Viren könnten von einer Infektion als Säugling mit dem Dreitagefieber stammen und in den Nerven schlummern, so die noch nicht bewiesene Vermutung. Auch Darmmikroben stehen unter Beobachtung. Zumindest bei Mäusen haben mehrere Teams einen Einfluss der Darmflora auf die Anzahl der Alzheimer-Plaques im Gehirn gesehen.

Ob sich eine der Ideen durchsetzen wird, müssen weitere Forschungen zeigen. Ein Beweis wäre, wenn Medikamente gegen die vermuteten Viren oder Bakterien das Nervensterben im Gehirn aufhalten könnten. (afo)

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