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Neue Therapie trickst Lungentumore aus

Genfer Forscher haben eine Software entwickelt, die Bewegungen von Tumoren berechnet. Damit lässt sich der optimale Bestrahlungszeitpunkt ermitteln.

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Manche Lungentumore bewegen sich, wenn der Patient ein- oder ausatmet. Tumore können sich beim Atmen um bis zu vier Zentimeter bewegen, wie die Europäische Gesellschaft für Medizinische Krebsforschung (ESMO) mitteilte. Ärzte bestrahlen deshalb einen grösseren Teil des Körpers, als eigentlich nötig wäre. Dadurch wird aber nicht nur der Tumor beschädigt, sondern oft auch gesundes Gewebe.

Ein Team um Nicolas Peguret vom Universitätsspital Genf hat nun eine Software entwickelt, welche die Bewegungen der Tumore analysiert. Dazu werden zehn Atemphasen des Patienten mit einem Computertomografen aufgenommen. Daraus errechnet die Software, in welcher Atemphase eine Bestrahlung am besten erfolgt.

Klinische Studie dauert bis 2011

Die Software ersetze den Arzt nicht, sagte Peguret an der Europäischen Lungenkrebskonferenz in Genf. Sie liefere die Informationen über die Bewegungen des Tumors. Wann und wie die Bestrahlung durchgeführt werde, entscheide der Arzt. Durch das genau bekannte Ziel lässt sich aber die Strahlungsdosis ohne Risiko für den Patienten erhöhen.

Gemäss dem Wissenschaftler gibt es bislang keine vergleichbare Software auf dem Markt. Die Genfer Erfindung wird momentan in einer klinischen Studie der Phase zwei getestet, die im nächsten Jahr abgeschlossen sein sollte.

(SDA)

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