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Operation: Reiche Ausländer

Schweiz Tourismus will vermögende Araber und Russen für medizinische Behandlungen ins Land holen. Chirurg Hani Oweira erklärt, worum es dabei geht.

Christian Zürcher
«Während die anderen feiern gingen, arbeitete ich»: Dr. med. Hani Oweiras Geschäft läuft. Auch weil er sich erfolgreich vermarktet. Foto: Dominique Meienberg
«Während die anderen feiern gingen, arbeitete ich»: Dr. med. Hani Oweiras Geschäft läuft. Auch weil er sich erfolgreich vermarktet. Foto: Dominique Meienberg

Dieser Artikel gehört zu den meistgelesenen Texten des Jahres. Er erschien erstmals am 7. Dezember 2019.

Es riecht nach verbranntem Fleisch. 160 Kilo in Form eines Mannes liegen auf dem Operationstisch. Sein Bauch ist offen, aufgeschnitten. Dickdarm, Dünndarm, Fett, freigelegt. Um das Loch ­stehen vier Männer und räumen auf. Im Operationssaal 7 der Zürcher Hirslanden-Klinik raucht es, Doktor Hani Oweira schneidet mit einem Stromskalpell Fleisch heraus, der Assistent legt die ­abgetrennten Stücke auf eine Ablage. Die Operationsschwester sagt: «Krass. Wirklich krass.» ­Doktor Oweira sagt: «Kritisch. Eine Risikooperation.» Fünf Stunden lang, ohne Pause. Der Puls des narkotisierten Patienten ist bei 100 Schlägen pro ­Minute. Oweiras Herz schlägt normal, sagt er und schneidet Stück für Stück überflüssiges Gewebe ab. Am Ende ist der Patient 10 Kilo leichter und hat zwei ­Netze im Wanst – damit der Bauch hält.

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