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Geburtsschmerz: Neues Wundermittel mit Risiken

Es ist 200-mal effizienter als Morphin: Fachleute warnen jedoch vor einer unkontrollierten Anwendung des Opioids Remifentanil.

Bei Wehenschmerzen können Opioide helfen – oft geht es auch ohne. Foto: Getty Images
Bei Wehenschmerzen können Opioide helfen – oft geht es auch ohne. Foto: Getty Images

Für manche Frauen sind die Schmerzen während der Geburt kaum zu ertragen. Sie wünschen schmerzlindernde Massnahmen, die über die sanfte Unterstützung durch Massage, Entspannungsbad oder Homöopathie hinausgehen. Am bekanntesten ist die Periduralanästhesie (PDA), auch Epiduralanästhesie (EDA) genannt, bei der ein Anästhesiearzt über einen dünnen Kunststoffschlauch schmerzstillende Medikamente in die Nähe der Rückenmarksnerven zuführt. In der Deutschschweiz kommt das Verfahren bei rund einem Viertel der Geburten zum Einsatz, in der Welschschweiz liegt der Wert bei 80 Prozent – ein grosser Unterschied, der vermutlich vor allem kulturell bedingt ist. Die PDA kann den Geburtsschmerz fast völlig ausschalten, verlängert jedoch die Geburt, und mehr Kinder kommen sogenannt instrumentell zur Welt, das heisst mit Saugglocke oder Geburtszange.

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