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Schweizer Behörde beunruhigt über Dynamik von Virus

Das Bundesamt für Gesundheit bereitet sich auf eine mögliche Ausweitung des Coronavirus vor. Inzwischen gibt es 571 Fälle in China.

Kampf gegen die Ansteckung: Eine Passagierin wird auf einem Flughafen in Südkorea kontrolliert. (AP/Keystone/23. Januar 2020)
Kampf gegen die Ansteckung: Eine Passagierin wird auf einem Flughafen in Südkorea kontrolliert. (AP/Keystone/23. Januar 2020)

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat sich «eher beunruhigt» über die Dynamik und Entwicklung des Coronavirus geäussert. Die Behörde bereitet sich darauf vor, Massnahmen zu treffen, auch wenn unmittelbar keine Bedrohung für die Schweizer Bevölkerung besteht, wie BAG-Sektionsleiter Patrick Mathys zu Radio SRF sagte.

Falls die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag den Gesundheitsnotstand ausrufen sollte, so habe dies vor allem eine Signalwirkung. Es rüttle die Weltgemeinschaft auf, diesen Ausbruch ernst zu nehmen, sich vorzubereiten und koordiniert dazu beizutragen, ihn unter Kontrolle zu bringen, sagte Mathys, der Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG ist, weiter.

Unmittelbar geschehe in der Schweiz nichts. «Was wir nicht wissen und was wir nicht vorwegnehmen können, ist, ob die WHO mit der Ausrufung des Gesundheitsnotstands allenfalls weiterführende Empfehlungen aussprechen würde», sagte Mathys.

Pandemieplan vorhanden

Das BAG wäre vorbereitet, um solche Massnahmen umzusetzen. Einen speziellen Aktionsplan gegen das neue Coronavirus gebe es nicht. Es gebe aber diverse Konzepte wie beispielsweise den Pandemieplan, aus dem man sich in der Schweiz bedienen könnte.

Mediensprecher Philipp Bircher vom Flughafen Zürich erklärte auf Anfrage von Tamedia: «Ob und welche Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen, entscheidet nicht der Flughafen, sondern die Behörden. Wir sind in Kontakt mit dem BAG und dem Grenzarzt, derzeit sind aber keine Massnahmen geplant. Wir haben für solche Fällen Notfallkonzepte vorereitet, die wir rasch umsetzen könnten. Diese Konzepte werden laufend den neusten Erkenntnissen angepasst.» Mögliche Massnahmen sind Temperaturmessungen, zum Schutzkonzept gehören aber auch Schutzbekleidungen oder genügend Desinfektionsmittel. Es ist auch festgelegt, wie und wo man erkrankte Passagiere separieren könnte.

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle der neuen Lungenkrankheit in China ist inzwischen auf 571 gestiegen. Seit dem Ausbruch der Krankheit sind 17 Todesfälle bestätigt.

Das Virus hat sich mittlerweile in grossen Teilen Chinas und auch über die Landesgrenzen hinaus verbreitet. Die Krankheit war bereits in Japan, Südkorea, Taiwan, Thailand und den USA nachgewiesen worden. In Europa gab es bisher noch keine Nachweise der Krankheit.

Video: Wuhan wegen Coronavirus abgeriegelt

In Wuhan sind die Coronavirusfälle sprunghaft angestiegen. (Video: Tamedia)

SDA/fal/min

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