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Schweizer stirbt an Gelbfieber

In Brasilien hat die Zahl von Gelbfieberfällen massiv zugenommen. Jetzt ist erstmals ein 44-jähriger Schweizer Tourist daran gestorben.

Die gefürchtete Überträgerin von Gelbfieber, Denguefieber, Zikafieber und anderen Viruserkrankungen: Die Stechmücke Aedes aegypti.
Die gefürchtete Überträgerin von Gelbfieber, Denguefieber, Zikafieber und anderen Viruserkrankungen: Die Stechmücke Aedes aegypti.
Gustavo Amador (EPA)

Es ist der erste bekannte Gelbfieber-Fall der Schweiz, und er hat nun gleich einen tödlichen Verlauf genommen. Der 44-Jährige war als Tourist in Brasilien. Er erkrankte schwer und musste nach seiner Rückkehr ins Spital eingeliefert werden. Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nun meldet, verstarb der Mann Ende Februar an der Infektion. Er war nicht geimpft gegen Gelbfieber.

In Brasilien hat die Zahl von Gelbfieberfällen stark zugenommen. Seit Juli 2017 wurden über 700 bestätigte Fälle gemeldet, 237 Personen sind gestorben. Seit Anfang 2018 hat laut BAG die Zahl der Infektionen bei Mensch und Tier exponentiell zugenommen. Dies sei wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich das Gelbfiebervirus in neue Regionen ausgebreitet habe. Darunter seien auch die ehemals Gelbfieber-freien Ballungszentren Rio de Janeiro und São Paulo, schreibt die deutsche «Ärzte-Zeitung».

Blutungen führen zum Tod

Neben dem Schweizer Touristen sind zahlreiche weitere Brasilienreisende aus anderen Ländern von Ansteckungen betroffen, die teilweise tödlich verliefen. Darunter ein Holländer, drei Chilenen, ein Rumäne und eine Französin.

Reisemediziner empfehlen für die meisten Regionen Brasiliens ausdrücklich eine Gelbfieber-Impfung, zusätzlich zum Schutz gegen tagaktive Mücken. Bei Fieber nach einer Brasilienreise solle bei ungeimpften Personen Gelbfieber durch Laboranalyse ausgeschlossen werden, schreibt das BAG.

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch infizierte Mücken übertragen wird. Die Krankheit tritt verbreitet in tropischen Regionen Afrikas sowie Zentral- und Südamerikas auf. Nach einer Ansteckung dauert es drei bis sechs Tage, bis Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Die Symptome klingen nach einigen Tagen ab. Bei rund jedem sechsten Erkrankten verschlechtert sich der Gesundheitszustand wieder. Es kommt zu Blutungen in Augen, Nase, Mund und Magen-Darm-Trakt, die innerhalb weniger Tage zum Tod führen.

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