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Streit um das Superhirn

Ein Lausanner Forscher möchte mit einer Milliarde Euro Fördergelder das menschliche Gehirn am Computer simulieren. Gegen sein Projekt formiert sich Widerstand vonseiten seiner Forscherkollegen.

«Das waren alles Modelling-Freaks»: Das Milliardenprojekt des Hirnforschers Henry Markram steht in der Kritik.
«Das waren alles Modelling-Freaks»: Das Milliardenprojekt des Hirnforschers Henry Markram steht in der Kritik.
Keystone

Das menschliche Gehirn ist eines der letzten grossen Mysterien. 100 Milliarden Nervenzellen arbeiten auf geheimnisvolle Weise zusammen, das Resultat sind so komplizierte Fähigkeiten wie Denken und Fühlen – oder Krankheiten, wenn das Geflecht versagt. Hirnforscher Henry Markram von der ETH Lausanne glaubt, mit seinem Human Brain Project den Schlüssel zur Lösung des Rätsels zu haben: einen Supercomputer. Mit allen verfügbaren Daten über die Nervenzellen, so sein Ziel, lasse sich das menschliche Gehirn «in silicio» nachbauen und verstehen. Mit Unterstützung des ETH-Rats hat sich Markram um ein EU-Flagship beworben, ein gigantisches europäisches Förderprojekt, das die Finanzierung eines Projekts mit einer Milliarde Euro für zehn Jahre vorsieht.

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