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Tönt es zu vielversprechend, ist es meist falsch

Neue Studien entlarvten den Mythos vom «gesunden Dicken». Das Beispiel zeigt exemplarisch, wie wissenschaftlicher Fortschritt funktioniert.

Es klang fast zu schön, um wahr zu sein. Menschen, die ein paar Pfunde zu viel mit sich herumschleppen, müssen sich gesundheitlich keine Sorgen machen, ja die zusätzlichen Fettpölsterchen können sogar vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Diesen überraschenden - und für viele so beruhigenden - Zusammenhang schienen diverse Studien über mehrere Jahre immer wieder zu bestätigen, auch wenn Forscher dafür nie eine Erklärung fanden: Sie sprachen nur vom «Übergewichtsparadoxon».

Das Rätsel ist mittlerweile gelöst - und das Fazit ist ernüchternd: Dick und gesund, das geht einfach nicht zusammen. Jedes Kilo mehr Fett am Körper erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Eigentlich hätte man das schon lange wissen können. Denn die früheren Studien, die den Mythos der gesunden Dicken in die Welt gesetzt haben, befassten sich meist mit schon kranken Menschen. Und tatsächlich kann ein bisschen Übergewicht zum Beispiel bei Krebskranken die Lebenserwartung leicht erhöhen. Für Gesunde gilt das aber nicht. Ihnen hilft nur Abspecken.

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