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Hepatitis, die Seuche aus der Bronzezeit

Wie das Virus entstanden ist, war bisher ein Rätsel. Doch nun liefert ein Skelett Hinweise über die Evolution des Erregers.

Hepatitis-Viren trieben schon in der Bronzezeit ihr Unwesen: Ausgrabung eines Massengrabs. Foto: Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern / C. Harte-Reiter
Hepatitis-Viren trieben schon in der Bronzezeit ihr Unwesen: Ausgrabung eines Massengrabs. Foto: Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern / C. Harte-Reiter

Das Skelett von Rise386 hatte die Hände über der Brust gekreuzt, als man es in seinem Grab in der heutigen Oblast Tscheljabinsk in Russland freilegte. Ob dieser 4200 Jahre alte Mann ein Krieger gewesen war, ein Familienvater oder gar ein Anführer, darüber gaben seine Knochen keine Auskunft.

Seine Überreste verraten aber, dass er keine Milch vertrug, seine Haut wohl dunkel war, die Augenfarbe grün oder braun – und dass er zur Sintaschta-Kultur gehörte. Einer Kultur der Bronzezeit, die vor etwa 4800 bis 3650 Jahren in der Eurasischen Steppe erblühte, die ersten Streitwagen baute und am gleichnamigen Fluss siedelte. Ein grossartiger Fund. Und doch, es war noch nicht alles, was das Objekt mit der Bezeichnung Rise386 zu bieten hatte.

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