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«Wir reanimieren ein Kind nicht um jeden Preis»

Sie brauchen besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge: Wie sich Pflegerinnen um Extrem-Frühgeborene kümmern – eine Reportage aus dem Unispital Zürich.

Alles dran – aber viel kleiner, dünner, sehniger: Dieser Bub und seine zwei Drillingsgeschwister kamen nach nur 27 Wochen und drei Tagen zur Welt. Foto: Daniel Valance
Alles dran – aber viel kleiner, dünner, sehniger: Dieser Bub und seine zwei Drillingsgeschwister kamen nach nur 27 Wochen und drei Tagen zur Welt. Foto: Daniel Valance

Zu Beginn der Frühschicht ist es draussen auf dem Korridor noch ruhig. So ruhig, dass das Quietschen ihrer Sohlen sie ankündigt, noch bevor Annika Bührer um die Ecke biegt. Die Pflegefachfrau schreitet den langen Gang ab, Granulatboden, Trakt Nord 1D, gleich gegenüber der Geburtshilfe und der Gebärabteilung. Sie wäscht und desinfiziert sich die Hände und die Arme bis zu den Ellbogen. Mindestens drei Pumpstösse, alle paar Minuten. Pro Arbeitswoche sind es zwei Liter Desinfektionsmittel, die sie auf ihrer Haut verteilt – zwei Badewannen voll, seit sie 2016 hier angefangen hat.

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