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Warum Twitter weiss, wie krank wir sind

«Habe schon wieder die #grippe!»: Über solche Nachrichten freut sich der Schweizer Forscher Marcel Salathé. Er sammelt Einträge auf Twitter, um herauszufinden, wo die Menschen gerade krank sind.

Die Vor- und Nachteile der digitalen Epidemiologie: Skype-Interview mit Professor Marcel Salathé in Kalifornien.

Haben Sie bei einer schlimmen Grippe schon einmal auf Facebook Trost gesucht oder der Twitter-Gemeinschaft Ihr Leid geklagt? Sehr viele Menschen machen genau das. Für Kranke gibt es auf Twitter deshalb sogar einen eigenen Hashtag: «#grippe».

Forscher machen sich dieses Mitteilungsbedürfnis der Social-Media-User zunutze. Einer von ihnen ist der Schweizer Marcel Salathé: Der 38-Jährige ist Professor für Biologie an der Penn State University und einer der Pioniere auf dem Gebiet der digitalen Epidemiologie. Gemeinsam mit seiner Salathé Group sammelt er Twitter-Einträge und sortiert die «Tweets» mithilfe von Algorithmen. Diese Formeln sollen möglichst selbstständig herausfinden, ob der Absender wirklich eine Grippe hat, über jemand anderen schreibt – oder einfach einen Witz macht.

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