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Was in Ötzis Genen steckt

Forscher aus Italien und Deutschland haben nach eigenen Angaben das Erbgut der über 5300 Jahre alten Gletscherleiche entschlüsselt. Und suchen nun Verwandte.

Faszinierend für die Wissenschaft: Forscher untersuchen die Gletschermumie(Archivbild).
Faszinierend für die Wissenschaft: Forscher untersuchen die Gletschermumie(Archivbild).
Keystone

Möglich wurde die Entzifferung des Genoms mit einer Knochenprobe aus dem Becken von Ötzi, wie das Eurac-Institut in Bozen (I) und die Universität Tübingen am Dienstag mitteilten. Mit Hilfe einer neuen Sequenziertechnik erstellten die Forscher eine «DNA- Bibliothek» aus den Daten.

Die riesigen Datenmengen, die nun vorliegen, sollen diverse Fragen beantworten. Untersucht wird unter anderem, ob heute noch Nachfahren von Ötzi existieren und falls ja, wo sie leben. Oder welche genetischen Mutationen zwischen früheren und heutigen Populationen stattfanden.

Hoffnung auf Nutzen für die Forschung

Aus Ötzis genetischer Veranlagung zu Krankheiten möchten die Forscher zudem Rückschlüsse auf heutige Erbkrankheiten oder andere heutige Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs ziehen.Sie hoffen, dass sich diese Erkenntnisse dereinst soger auf die heutige Forschung in der genetischen Medizin auswirken könnten.

Im Jahr 2011 wird es 20 Jahre her sein, dass Ötzi durch Zufall im Südtiroler Teil der Ötztaler Alpen entdeckt wurde. Aufbewahrt wird der Fund mittlerweile in einer Spezialkühlzelle des Archäologiemuseum in Bozen. Anlässlich der Feierlichkeiten zum Jubiläum wollen die Forscher im kommenden Jahr die Erkenntnisse aus ihren Analysen vorstellen.

SDA/raa

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