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Was Skelette von früheren Epochen erzählen

Simon Kramis forscht als Anthropologe an der Uni Basel. Das Schicksal von Babys, die zur Römerzeit in Augusta Raurica begraben wurden, berührt ihn.

Simon Kramis in der Ausstellung «Knochenarbeit».
Simon Kramis in der Ausstellung «Knochenarbeit».
Nicola Pitaro

Das Kind kam tot zur Welt oder starb wenige Tage nach der Geburt. Es mass 52,4 Zentimeter und war vermutlich ein Mädchen. Die Eltern begruben das Neugeborene nicht auf einem der Friedhöfe, die an den Ausfallstrassen der Römerstadt Augusta Raurica lagen, sondern in der Ecke eines Lagerraumes. Das geschah irgendwann zwischen 70 und 110 nach Christi Geburt in einem Quartier im Süden der Koloniestadt. Diese Geschichte liest der Anthropologe Simon Kramis aus 46 Knöchelchen und 10 Schädelfragmenten des Kleinkindes heraus. Archäologen hatten die Überreste des Säuglings im März 1968 im Gebiet Kurzenbettli der Gemeinde Augst ausgegraben.

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