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Wie sich die Mediziner von den Irrtümern alter Gelehrter befreien

Im 16. und 17. Jahrhundert begannen Ärzte, den menschlichen Körper mit wissenschaftlichen Methoden zu begreifen. Ihre Briefe beförderten den Eintritt der Medizin in das Zeitalter der Aufklärung.

Nachts schleicht Andreas Vesalius hin und wieder zum Galgen und schneidet einen der Gehenkten ab, um ihn dann am nächsten Tag mit aller Sorgfalt zu sezieren. Er will am Menschen arbeiten und nicht nur wie viele seiner Kollegen mit Tierkadavern. Vesalius ist zu diesem Zeitpunkt in Bologna schon eine Berühmtheit, er hält an der Universität medizinische Vorlesungen über den menschlichen Körper – und er demonstriert sein Wissen in einem eigens errichteten Anatomischen Theater. Bisweilen schauen ihm 200 Menschen zu, wie er die Leichen zerlegt, langsam Muskeln und Sehnen und danach die Knochen herauspräpariert.

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