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Lebermoos – wirkungsvoller als Cannabis

Die Pflanze produziert ein THC-Derivat und könnte medizinisch wertvoller sein als Cannabis, sagt Biochemiker Jürg Gertsch.

Philippe Zweifel
Weltweit gibt es rund 1000 Lebermoosarten, die meisten enthalten jedoch kein Perrottetinen. Foto: Ernst Haeckel
Weltweit gibt es rund 1000 Lebermoosarten, die meisten enthalten jedoch kein Perrottetinen. Foto: Ernst Haeckel

Sie haben zusammen mit Mitarbeitern der Uni Bern und der ETH Zürich erstmals den THC-ähnlichen Naturstoff Perrottetinen genauer untersucht. Warum hört man erst jetzt von dieser Substanz?

Bislang glaubte man, dass Cannabis die einzige Pflanze ist, die THC produziert. Aber eigentlich hat der japanische Pflanzenchemiker Yoshinori Asakawa bereits 1994 eine dem THC verwandte Substanz im Lebermoos Radula perrottetii gefunden und diesem Naturstoff den Namen Perrottetinen gegeben. Er hat aber gerade einmal die Struktur beschrieben und keine weiteren Analysen angestellt. Irgendjemand muss auf Asakawas Publikation gestossen sein und sich gedacht haben: wieso das Lebermoos nicht einmal rauchen? Jedenfalls ist es in einschlägigen Foren als «Legal High»-Droge zu finden.

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