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«Wir erwarten einen Boom bei der künstlichen Befruchtung»

Bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) werden einem Embryo einige wenige Zellen entnommen, um das Erbgut zu untersuchen. Foto: Pascal Goetgheluck (Keystone)

Bei der künstlichen Befruchtung ist es neu erlaubt, die Embryonen per Präimplantationsdiagnostik (PID) zu testen. Beeinflusst dies Ihre Arbeit als Fruchtbarkeitsmediziner?

Sie ziehen eine positive Bilanz.

Gibt es ausser der Zulassung der PID weitere Vorteile?

Steigen dadurch die Erfolgsraten?

Eitel Sonnenschein unter den ­Reproduktionsmedizinern also?

Wo klemmts?

Wie reagieren die ­Fruchtbarkeitskliniken darauf?

Wie sehen diese Auflagen aus?

Das scheint mir sehr sinnvoll.

Zum Beispiel?

Sind diese Auflagen nicht wichtig für die Qualitätssicherung?

Eine der umstrittensten Folgen des alten Gesetzes waren die risikoreichen Mehrlingsschwangerschaften, weil der Frau oft mehrere Embryonen eingesetzt werden «mussten». Wird es künftig weniger davon geben?

In Spanien lagern in den ­Kühlschränken von Kliniken gemäss einem aktuellen Bericht 230'000 gefrorene Embryonen, die nicht mehr gebraucht werden. Wird das in der Schweiz ähnlich?

Ist dieser Embryonenverschleiss nicht ein ethisches Problem?

Ein Rückschlag gab es 2016 dennoch für die Branche: Die Forderung, die Eizellspende in der Schweiz zu erlauben, wurde im Parlament auf die lange Bank geschoben.

Kritiker empfinden diese Forderung als Zwängerei.

Gäbe es in der Schweiz überhaupt genug Spenderinnen?

Könnte man dann eine der ­wichtigsten Forderungen, nämlich dass die Spenderinnen nicht ­anonym spenden dürften, aufrechterhalten?

Viele Eltern sagen ihren Kindern aber nicht, dass sie aus einer ­ Samen- oder Eizellspende ­entstanden sind.

Wäre es nicht besser fürs Kind, wenn Eltern sie informieren müssten?