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«Wir lassen uns viel zu viel gefallen»

Der Kritiker der Alternativmedizin, Edzard Ernst, berichtet in seiner Autobiografie über wirkungslose Heilmethoden, Intrigen und den Kampf gegen einen Schlangenölverkäufer namens Prinz Charles.

Mit Edzard Ernst sprach Kai Kupferschmidt
«Das Thema Homöopathie ist abgeschlossen»: Edzard Ernst, emeritierter Professor für Komplementärmedizin. Foto: Florian Generotzky
«Das Thema Homöopathie ist abgeschlossen»: Edzard Ernst, emeritierter Professor für Komplementärmedizin. Foto: Florian Generotzky

In Ihrer Autobiografie berichten Sie von einem Freund, der eine Knochenmark­transplantation ­erhielt. Sein Körper stiess die ­transplantierten Zellen ab, und er starb langsam im Krankenhaus, unter einem durchsichtigen ­Plastikzelt. «Moderne Medizin kann sehr grausam sein», schreiben Sie.

Ich glaube, das erleben wir alle irgendwann einmal in unserem Leben: dass ­jemand, der uns nahesteht, von der Medizin im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode behandelt wird. Und dass diese Behandlung am Ende nicht das Leiden lindert, sondern verstärkt. Was das für die Medizin bedeutet, daran habe ich lange zu knabbern gehabt.

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