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«Mehrsprachigkeit ist keine Frage der Intelligenz»

Der Linguist Jürgen Meisel erklärt, wie Kinder mehrere Muttersprachen erwerben, wann es dafür zu spät ist und warum die Einstellung der Eltern zum Wohnsitzland entscheidend ist.

Stimmt das Umfeld, sind Kinder in der Lage, mehrere Sprachen auf dem Niveau eines Muttersprachlers zu lernen. Foto: Getty Images, Cultura RF
Stimmt das Umfeld, sind Kinder in der Lage, mehrere Sprachen auf dem Niveau eines Muttersprachlers zu lernen. Foto: Getty Images, Cultura RF

Stellen Mütter und Väter heute andere Fragen als früher?

Vor 20 Jahren erhielt ich meist Anfragen von deutschsprachigen Müttern oder Vätern mit einem ausländischen Partner, die wollten, dass ihr Kind bilingual aufwächst. Heute geht es meist um drei oder mehr Sprachen, die der Nachwuchs von Geburt an lernen soll. Vorgestern erst erhielt ich eine E-Mail von einer Griechin, die mit einem Mazedonier verheiratet ist und hierzulande lebt. Sie fragte mich, ob ihr Kind dreisprachig aufwachsen kann.

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