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Mikroplastik in der Arktis, in Schweizer Auen, im Stuhl

Auch wenn noch nicht eindeutig geklärt ist, woher und in welchen Mengen Plastik in die Umwelt gelangt: Unbestritten ist, dass Kunststoffe und vor allem auch Mikroplastik überall gefunden werden können. Nicht nur beispielsweise im arktischen Meereis, wo vor einem Jahr deutsche Forscher bis zu 12000 Teilchen pro Liter fanden. Auch in der reinlichen Schweiz.

Vor einem Jahr berichteten Berner Forscher, dass sie in 29 geschützten Auenböden reichlich Mikroplastik fanden, selbst in abgelegenen Berggebieten. Sie schätzten, dass schweizweit 53 Tonnen Kunststoff in den oberen fünf Zentimetern von Auenböden lagern. Bereits im Jahr 2014 fanden Forscher der ETH Lausanne in sechs Schweizer Seen und an deren Stränden Mikroplastik. 60 Prozent davon stammten von Verpackungen.

Vor gut einem halben Jahr stiess eine österreichische Studie auf Mikroplastik im Stuhl von acht Erwachsenen, die in verschiedenen europäischen Ländern sowie Japan lebten. Am häufigsten fanden sich Polypropylen und PET. Unter den Probanden befanden sich zwar keine Schweizer, trotzdem dürften die Resultate bei uns gültig sein. Das legt auch eine Studie der University of Newcastle in Aus­tralien im Auftrag des WWF vom Juni nahe. Demnach nimmt im weltweiten Durchschnitt eine Person wöchentlich bis zu fünf Gramm Mikroplastik auf, was etwa dem Gewicht einer Kreditkarte entspricht.

Was all diese Funde für Mensch und Umwelt bedeuten, ist offen. Bislang konnte jedenfalls noch keine Gefährdung nachgewiesen werden. (fes)

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