30-mal weniger Plastik auf den Meeren als zuvor geschätzt

Laut einer neuen Studie treibt wohl nicht so viel Plastikabfall auf den Weltmeeren, wie frühere Erhebungen nahelegten. Es sollen aber immer noch bis zu 35'000 Tonnen sein.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bis zu 35'000 Tonnen Plastikmüll treiben laut einer Studie auf den Meeren dieser Welt. Das ist laut den Wissenschaftlern jedoch deutlich weniger als bislang geschätzt. Die Studie wurde am Montag im Magazin «Proceedings of the National Academy of Science» veröffentlicht.

Die Daten wurden von einem Forschungsschiff bei einer Fahrt rund um die Welt an 141 Orten erhoben. Zudem stützte man sich auf andere Untersuchungen. Erfasst wurde nur Plastik, das auf der Meeresoberfläche treibt.

Frühere Schätzungen weit höher

Frühere Studien, die noch teils auf Daten aus den 70er Jahren basierten, waren von bis zu einer Million Tonnen Plastikmüll ausgegangen, wie Studienleiter Andres Cozar von der Universität Cadiz in Spanien erklärte.

Die neue Studie ergab, dass weniger kleine Plastikteile als erwartet auf dem Meer treiben. Ein möglicher Grund sei, dass viele dieser Teile von Fischen gefressen worden sein könnten, sagte Cozar. Dies könne Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere und über die Nahrung dann auch auf den Menschen haben. (rub/sda)

Erstellt: 01.07.2014, 07:28 Uhr

Artikel zum Thema

Das Ende des Abfalls

Sparsame Toiletten, Energie aus Bio-Abfall und wiederverwerteter Plastik: Eine Reihe von Wissenschaftler zeigt in der Fachzeitschrift «Science», wie wir zukünftig Schätze aus dem Müll gewinnen könnten. Mehr...

Schweizer Firma verwandelt Plastikmüll in Heizöl

In Sihlbrugg wird seit 2007 erfolgreich eine Pilotanlage getestet. Jetzt wollen die Betreiber expandieren. Mehr...

Ein kugelsicheres Zuhause aus Plastik

Ein Projekt in Nigeria setzt beim Hausbau auf Plastikflaschen. Wer sich solche Gebäude instabil vorstellt, irrt. Denn offenbar sind Plastikhäuser äusserst widerstandsfähig – auch gegen Erdbeben, Feuer und Geschosse. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sonntags bis freitags ab 7 Uhr die besten Beiträge aus der Redaktion.
Newsletter «Der Morgen» jetzt abonnieren.

Die Welt in Bildern

Wer wird Präsident? Ein traditionell gekleideter Chilene, ein sogenannter Huaso, verlässt nach seiner Stimmabgabe in Santiago die Wahlkabine. (19. November 2017)
(Bild: Esteban Felix/AP) Mehr...