Das Lookbook der Erde

Das Projekt «Earth Book» des WWF soll zeigen, warum es sich lohnt, die Natur zu schützen. Die Community-Mitglieder zeigen ihre schönsten Naturerlebnisse in Bildern.

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Ein neues Projekt des WWF nennt sich «Earth Book». Der WWF will mit dem Projekt darauf aufmerksam machen, welchen enormen Belastungen unser Planet standhalten muss. Dabei soll die Geschichte der Erde erzählt werden, so wie wir Menschen den Planeten sehen. Jedermann kann auf der Website Naturbilder von den Dingen veröffentlichen, die er an unserer Umwelt besonders liebt und für kommende Generationen erhalten will.

Die Natur sei unser aller Rückzugsort, die es zu schützen und bewahren gelte, beschreibt der WWF sein Projekt. «Wir verbrauchen mit unserem Lebensstil 50 Prozent mehr an Ressourcen, als die Erde zur Verfügung stellen kann. Bereits im Jahr 2025 werden zwei Erden nicht mehr genügen, um unseren Anforderungen nachzukommen», schreibt die Organisation auf ihrer Website.

Die Astronautensicht auf die Erde

Bislang haben über 500 Personen ihr Verhältnis zur Natur beschrieben. So auch der ESA-Astronaut André Kuipers. Er erzählt in einem Video von seinem ersten Weltraumflug. «Ich umkreise die Erde in 400 Kilometern Höhe. Während meines ersten Flugs 2004 war ich wahnsinnig beeindruckt von der Schönheit, aber auch der Zerbrechlichkeit unseres Planeten. Die Erde ist nur durch eine dünne Atmosphärenschicht geschützt, und alles Leben findet zwischen zehn Kilometern Luft und zehn Kilometern Wasser statt», beschreibt er seine Faszination.

Die ESA betreibe viel Forschungsarbeit, um den Zustand der Erde zu ermitteln, sagt der Astronaut weiter. Diese Daten stellt die Weltraumorganisation für den WWF-Report zur Verfügung. So wird deutlich, wo und warum unsere Welt sich verändert.

Konferenz der Vereinten Nationen zu nachhaltiger Entwicklung

Andere Stimmen im «Earth Book» schildern eindrückliche Erlebnisse, die sie in der Natur hatten, oder was sie tun, um das zu bewahren, was sie lieben. Mila Parakkasi versucht beispielsweise, den Sumatra-Tiger vor dem Aussterben zu retten. «Mein Grossvater hat bei mir die Faszination für die Natur geweckt. Als ich klein war, erzählte er mir oft Gutenachtgeschichten über wilde Tiere. Das weckte in mir den Wunsch, etwas für die Umwelt zu tun. Heute arbeite ich beim WWF und überwache die Sumatra-Tiger, um sie besser zu verstehen und ihnen die Lebensräume zu verschaffen, die sie zum Überleben brauchen», beschreibt die junge Frau ihre Arbeit.

Anlass für das Projekt, das zum Ziel hat, möglichst viel bewahrenswerte Natur zu zeigen, ist der «Earth Summit», der vom 20. bis 22. Juni in Rio de Janeiro stattfindet. Dort trifft sich die Konferenz der Vereinten Nationen, um politische Engagements für nachhaltige Entwicklung sicherzustellen und Fortschritte bereits laufender Projekte aufzuzeigen. Einmal mehr versucht man dort, die Armut mittels ökologischer Nachhaltigkeit zu bekämpfen. Das Projekt «Earth Book» startete am 15. Mai und wird noch bis zur Konferenz am 20. Juni fortgeführt.

Erstellt: 05.06.2012, 07:34 Uhr

Das Video von ESA-Astronaut André Kuipers



Quelle: Youtube

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