Die Zeitumstellung und ihre Tücken

Der Ostersonntag dauert dieses Jahr nur 23 Stunden – die Sommerzeit hat begonnen. Laut Forschern verursacht die Umstellung Mini-Jetlags, theoretische Zugverspätungen und viele Verkehrsunfälle.

Die Zeitumstellung fiel 2005 zum letzten Mal auf Ostern: Mehrere Uhren.

Die Zeitumstellung fiel 2005 zum letzten Mal auf Ostern: Mehrere Uhren. Bild: Keystone

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Seit dieser Nacht gilt wieder die Sommerzeit. Um Punkt 2.00 Uhr wurden die Uhren auf 3.00 Uhr vorgestellt. Damit dauert der Ostersonntag dieses Jahr nur 23 Stunden.

Dass Ostern und Zeitumstellung zusammenfallen, ist eher selten. Letztmals war dies 2005 der Fall. Offiziell heisst die Sommerzeit «mitteleuropäische Sommerzeit» (MESZ). Bis zu deren Ende am 27. Oktober bleibt es am Morgen länger dunkel, am Abend dafür länger hell.

Viele Funkuhren

Die meisten öffentlichen Uhren werden heute per Funksteuerung umgestellt. Das Signal kommt von der deutschen Anlage DCF77 in Mainhausen nahe Frankfurt.

Wie viele Uhren per Funk vorgestellt werden, lässt sich laut Eidgenössischem Institut für Metrologie (Metas) nicht beziffern. Seit Ende 2011 nicht mehr in Betrieb ist der Langwellensender HGB in Prangins VD. Er hatte seit 1966 offizielle, auf die koordinierte Weltzeit abgestimmte Zeitzeichen verbreitet.

Mini-Jetlag und schlechter Schlaf

Da die Uhren um eine Stunde vorgestellt wurden, muss der Mensch mit einer Stunde weniger Schlaf auskommen. Der menschliche Organismus stellt jedoch nicht bei jeder und jedem problemlos um.

Viele Menschen spürten eine Art Mini-Jetlag, sagte der deutsche Schlafforscher und Psychologe Jürgen Zulley der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Sie schlafen schlecht und sind morgens nicht fit. Laut Zulley braucht die Mehrheit zwei Tage, um sich an die Sommerzeit zu gewöhnen.

Möglicherweise auch aus diesem Grund gibt es nach der Zeitumstellung besonders viele Verkehrsunfälle. Dies wiesen jedenfalls britische Forscher nach.

Gemäss ihrer 2012 veröffentlichten Studie nimmt nach der Umstellung auf die Sommerzeit vor allem die Zahl der verletzten Motorradfahrer zu – um 42 Prozent. Bei den Autofahrern nahmen die Unfälle im Herbst um 19 Prozent zu. Die Zahlen gelten für Grossbritannien. (wid/mw/sda)

Erstellt: 30.03.2013, 22:10 Uhr

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