«Dramatische Situation» für Fische im Alpenrhein

Fischer schlagen Alarm: Die Fischbestände im Alpenrhein seien «katastrophal». Schuld seien die unnatürlichen Schwankungen der Abflüsse der Wasserkraftwerke.

Bedrohte Fische entlang des ganzen Flusses: Blick vom Fürstensteig auf den Alpenrhein zwischen Sarganserland, Werdenberg und dem Fürstentum Liechtenstein. (Archivbild)

Bedrohte Fische entlang des ganzen Flusses: Blick vom Fürstensteig auf den Alpenrhein zwischen Sarganserland, Werdenberg und dem Fürstentum Liechtenstein. (Archivbild) Bild: Keystone

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Für Pro Fisch Alpenrhein ist klar, weshalb die Fischbestände im Alpenrhein «katastrophal» sind und je länger je weniger Fische im Fluss gefangen werden: Grund seien die unnatürlichen Abflussschwankungen der Wasserkraftwerke entlang des Flusses und seiner Zuflüsse.

Das schreibt der Verein, zu dem sich die Fischereiverbände der Kantone St. Gallen und Graubünden, des Fürstentums Liechtenstein und des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg zusammengeschlossen haben, in einem Communiqué.

Forderungen an die Energieunternehmen

Pro Fisch Alpenrhein fordert die Behörden und Energieunternehmen auf, mit den gesetzlich vorgeschriebenen Sanierungsmassnahmen der Kraftwerke zügig zu beginnen – und keine neuen zu bauen.

Die unnatürlichen Schwankungen der Abflüsse bei den Kraftwerken verursachten im Alpenrhein den sogenannten Schwall und Sunk, was sich negativ auf die Fische auswirke.

Im vergangenen Jahr seien entlang des liechtensteinischen Alpenrheinabschnittes gerade einmal 78 Fische aus dem Fluss gezogen worden. Anfang der 1970er-Jahre seien es im gleichen Abschnitt gut 2600 pro Jahr gewesen. Die Situation der Fische im Alpenrhein sei heute «dramatisch schlecht», schlägt Pro Fisch Alpenrhein Alarm. (rbi/sda)

Erstellt: 24.05.2013, 12:37 Uhr

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