Drohnen retten Rehkitze

Jedes Jahr sterben Hunderte Rehkitze einen qualvollen Tod, weil sie im hohen Gras in Mähmaschinen geraten. Moderne Technik soll das in Zukunft verhindern.

Eine Drohne mit Wärmebildkamera: Moderne Technik soll Rehkitze im hohen Gras retten.
Video: Melanie Finschi

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Im Mai und Juni mähen die Bauern ihre Wiesen mit ihren Mähdreschern und übersehen dabei oft junge Rehe. Sie sterben einen qualvollen Tod oder werden verstümmelt.

«Statt bei Gefahr wegzulaufen, haben Rehkitze einen Duckreflex und wähnen sich im hohen Gras in Sicherheit», sagt Mario Kaufmann vom Pilotprojekt Rehkitzrettung. Genau dieses Verhalten wird den jungen Tieren jedes Jahr zum Verhängnis.

Drohne und Wärmebildkamera

Die Hochschule für Agrarwissenschaften in Zollikofen will mit moderner Technik das Problem lösen. Mit einer Drohne wird das Feld vor dem Mähen systematisch abgeflogen. Eine integrierte Wärmebildkamera zeigt die versteckten Kitze an. Die Tiere werden anschliessend in Sicherheit gebracht.

Das Projekt basiert in der dreijährigen Testphase auf freiwilliger Arbeit. In der Schweiz sind fünf Drohnenpiloten im Einsatz. «Wenn sich das Verfahren bewährt, sollte die Finanzierung über den Bund oder die Kantone laufen», hofft Kaufmann. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.06.2014, 21:13 Uhr

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